FORTEC Elektronik AG – Exzellenter Wachstumswert in attraktiven Nischenmärkten

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High tech electronic PCB (Printed circuit board) with processor and microchips. 3d illustration

Liebe Leser,

der alte Börsianer-Spruch „Sell in May and go away“ bringt die historisch und empirisch erwiesene relative Schwäche der Aktienmärkte im Sommerhalbjahr sehr schön auf den Punkt. Seltsamerweise ist der zweite Teil des Spruchs „but remember to be back in September“ weniger geläufig. Wie auch immer, die Sommermonate, insbesondere der Spätsommer und frühe Herbst, eignen sich hervorragend für antizyklische Aktienkäufe qualitativ hochwertiger Papiere. Langfristig orientierte Investoren sollten sich also jetzt schon mit gezielten Limits auf die Lauer legen, um dann bei allfälligen Korrekturen Top-Titel zum Schnäppchenkurs erstehen zu können.

Wachstumsstory FORTEC mit attraktiven Zielmärkten

Und an der Stelle wären wir schon bei einem absoluten Qualitätswert. Es handelt sich um die Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN DE0005774103 / WKN 577410) mit Sitz in Landsberg am Lech. FORTEC besetzt drei sehr attraktive Segmente der hochwertigen Elektronik. Bei Stromversorgungen und Displays hält FORTEC eine marktführende Position im deutschsprachigen Raum. Seit der Gründung im Jahre 1984 wächst FORTEC nachhaltig und nachweisbar; und es ist auch sensationell, dass das Unternehmen bisher jedes Geschäftsjahr mit Gewinn abschließen konnte. Das FORTEC Produktportfolio umfasst Power Supplies (Stromversorgungen), Displays (Flachbildschirme) und Embedded Computer Technology (Einplatinenrechner). Zielmarkt ist der Bereich der Industrieautomation, der Medizintechnik und der elektronischen Informationsmedien sowie der Bereich der Ausrüster von Bahn- und Sicherheitstechnik im deutschsprachigen Raum. Damit deckt FORTEC in seinem Leistungsportfolio die Bereiche Gesundheit, Information, Sicherheit und Mobilität sowie den Auf- und Ausbau industrieller Fertigungen ab, die heute als die Megatrends mit weltweitem langfristigem Nachfragewachstum dargestellt werden. Insbesondere das Internet der Dinge wird für FORTEC in den kommenden Jahren zum Wachstumstreiber werden.

Attraktiv bewerteter Wachstumswert

Zweifelsohne ist nicht nur das FORTEC-Leistungsportfolio langfristig betrachtet extrem aussichtsreich. Die FORTEC-Aktie kann getrost als Nischen-Evergreen mit exzellenten Perspektiven bezeichnet werden. Seit 1990 ist das Unternehmen börsennotiert und konnte seither Jahr für Jahr Dividenden ausschütten. Zuletzt wurden 0,6 Euro je Aktie Dividende ausgeschüttet, was mit Blick auf den aktuellen Kurs der Aktie bei knapp 19 Euro eine attraktive Dividendenrendite von gut drei Prozent darstellt. Wohl gemerkt, das ist bei einem Wachstumswert eher selten vorzufinden. Apropos Wachstum, die aktuellen Neun-Monatszahlen (Geschäftsjahr endete am 30.6.2017) fielen mit Blick auf die Gewinnentwicklung erneut überzeugend aus. Der Gewinn pro Aktie stieg auf 0,92 Euro im Vergleich zu den 0,72 Euro in den ersten neun Monaten im Geschäftsjahr 2015/16. Insgesamt lag der Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2015/2016 bei 1,2 Euro; für das jüngst abgeschlossene Geschäftsjahr 2016/17 dürfte eine Steigerung auf mindestens 1,3 Euro Gewinn pro Aktie nicht unrealistisch sein. Daraus errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14,6; das ist mit Blick auf die Wachstumsperspektiven absolut als moderat zu bezeichnen.

Hohes Kurspotenzial

FORTEC plant bis zum Jahr 2020 die Umsatzerlöse von 78 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/16 auf 100 Millionen zu steigern. Der Gewinn pro Aktie könnte in den nächsten Jahren folglich mit den Umsatzerlösen weiter wachsen. Es wäre nicht überraschend, wenn dieser in den kommenden Jahren in Richtung zwei Euro steigen wird. Daraus ließe sich ein Kursziel von um die 30 Euro problemlos mit einem moderaten KGV von um die 15 ableiten. Und in der Zwischenzeit dürfen sich die Aktionäre weiter auf schöne Dividenden im aktuellen Nullzinsumfeld freuen. Es wäre nicht überraschend, wenn die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 auf mindestens 0,65 Euro je Aktie erhöht werden würde. Die solide Finanzierung des Unternehmens mit einer Eigenkapitalquote von fast 66 Prozent spricht nicht dagegen und im übrigen für sich. Last but not least plant FORTEC bis zum Jahr 2022 völlig schuldenfrei zu sein.

Kluge Kaufstrategie

Langfristig orientierte Investoren können also schon jetzt  im Bereich um 19 Euro getrost eine erste FORTEC-Position eingehen. Aber mit Blick auf die eingangs erwähnte Sommer- bzw. Herbstflaute an den Aktienmärkten ist es nicht ausgeschlossen, dass die FORTEC-Aktie im Zuge einer Abverkaufswelle am Aktienmarkt mit unter Druck kommt. Und da könnte die FORTEC-Aktie durchaus bis in den Bereich von um die 17 Euro nachgeben. Geduldige Anleger können also schon jetzt für die kommenden Monate hier ihre Limits für diesen Qualitätswert mit der WKN 577410 platzieren. Liquidester Börsenplatz war in den vergangenen Monaten XETRA; die Aktie, die im Prime Standard der Deutschen Börse notiert ist, kann aber auch über Frankfurt bzw. Tradegate und an den deutschen Regionalbörsen gekauft werden.

Herzlichst,

Ihr Karl Miller

DISCLAIMER: Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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